Klassensieg zum Saisonabschluss

Nach vielen Jahren kam der Rallyesport wieder nach Nordbaden zurück. Der MSC Oberderdingen hat, die mittlerweile sehr schwierige und aufwendige Aufgabe, den Rallyesport in unserer Gegend wieder publik zu machen, übernommen.  Diese Arbeit verdient unser aller Respekt!

Am 15. November war es dann soweit. 56 Teilnehmer aus Frankreich, Baden-Württemberg, Hessen und dem tiefsten Bayern, wollten den Saisonabschluss 2014 nicht verpassen. Alle gingen beim 1. ADAC MSC Clubsport-Rallyesprint Oberderdingen an den Start. Als Sonderprüfung war ein 5 Kilometer langer Rundkurs in Bauerbach bestens präpariert. Dieser wurde 3 Mal gefahren. Es war alles vorhanden, was eine gute Rallyesonderprüfung braucht.

Schnelle Mutpassagen, jede Menge Kurven und eine Sprungkuppe wurden durch Bestes  „ Bauernglatteis“ noch anspruchsvoller.

Uwe und Marc Buhmann gingen mit der Toyota Corolla, völlig befreit von Meisterschaftsdruck, an den Start.

Im 1. Durchgang setzten sie in der Klasse F9 (5 Starter) gleich die Bestzeit vor dem Team Kress/Steinbach. 3,5 Sekunden Vorsprung ließen jedoch keine Zeit zum Ausruhen. Auf WP2 konnte der Vorsprung um 1 Sekunde ausgebaut werden. Nach dem letzten Durchgang konnte unser Team mit über 7 Sekunden Vorsprung den Klassensieg feiern. Dieser wurde mit 2 Pokalen bei der Siegerehrung belohnt. So geht ein erfolgreiches Rallyejahr mit einem krönenden Abschluss zu Ende.

Marc wurde 4. in der Beifahrerwertung der Saar-Pfalz-Rallyemeisterschaft. Uwe belegte in der Fahrerwertung den 5. Platz. Im ADAC Rallye Pokal Südwest erreichten beide unter 259(!) Platzierten den hervorragenden 4. Platz.

Der mögliche Sieg in der Nordbadischen Rallyemeisterschaft ist noch offen. Der Endstand hierzu steht noch aus.

Bei  11 Veranstaltungen, die beide zusammen bestritten haben, landeten sie 3 mal auf dem 1. Platz, 3  mal auf dem 2. Platz und 3 mal auf dem 3.Platz. Die Toyota Corolla machte, trotz ihrer 29 Jahre, keinerlei technische Probleme.

Mittlerweile laufen schon die Vorbereitungen für 2015. Nochmals verschärfte Sicherheitsvorschriften bei der Fahrerausrüstung verlangen Formel 1 Standard. Hierzu muss auch die Corolla nochmals umgerüstet werden.

Für den Saisonstart am 27. Februar ist die Zeit äußerst knapp.

Ein besonderer Dank für Unterstützung in Rat und Tat geht an Thomas und Gerhard vom B+S Kfz- Service, St.Leon und alle, die in irgendeiner Form, zum Erfolg 2014 beigetragen haben.

Über jede Unterstützung für 2015 wäre unser Team sehr froh und dankbar.

Überraschend gut – aber auch ärgerlich…

….so lautete das Fazit unseres Teams bei der 40. Ausgabe der ADAC Rallye Potzberg. Die Rallye Potzberg 2014 war der Endlauf von zwei Rallye-Meisterschaften, nämlich der Saar-Pfalz-Rallyemeisterschaft sowie dem ADAC-Rallye-Pokal-Südwest. In beiden Wettbewerben war das Team Uwe und Marc Buhmann vom AMC-Kurpfalz vertreten. Wie gewohnt gingen Uwe und Marc mit der bestens vorbereiteten Toyota Corolla in der Klasse N/F 9 an den Start. Diese war mit 12 Teilnehmern eine der stärksten besetzten Klassen. Zwei Rundkurse und eine Sprintprüfung mussten die 83 Teilnehmer rund um Kusel bewältigen. Die erste Wertungsprüfung war mit 8,4 Kilometer gleich die längste. Dort erzielte das Team vom AMC Kurpfalz, mit einem Vorsprung von 3,5 Sekunden auf die Zweitplatzierten, gleich die Bestzeit. Auf der 2. und 3. Wertungsprüfung büßte das Sandhäuser Team Zeit ein, lag aber trotzdem zur Halbzeit auf Position 2, mit nur 0,5 Sekunden Rückstand auf das führende Team Dambach/Schaadt, und mit 4,5 Sekunden Vorsprung auf die Drittplatzierten. Im Regrouping waren sich Vater und Sohn einig, dass der Klassensieg an diesem Tag möglich sein sollte.

Nach der Bestzeit auf WP 4 gingen die beiden mit einem Vorsprung von 5,8 Sekunden auf das Team Dambach/Schaadt an den Start der letzten beiden Wertungsprüfungen. Diese wurden komplett im Dunkeln gefahren. Das stellte alle Teams, bei schmieriegen und kühlen Bedingungen, vor eine große Herausforderung. Auf der WP5 gelang unserem Team eine nahezu perfekte Fahrt. Sie fuhren die Bestzeit. Durch einen Unfall von zwei anderen Teilnehmern konnte das konkurrierende Team Dambach/Schaadt auf Suzuki Swift diese Wertungsprüfung nicht fahren und bekam eine errechnete Zeit zugesprochen und diese war um 1,3 Sekunden schneller als die Zeit unseres Teams. Fair oder nicht fair, darüber wurde im Ziel mit den Verantwortlichen diskutiert! Aber es war wie beim Fußball, im Zweifel entscheidet der Schiedsrichter. Trotzdem ging das Team vom AMC Kurpfalz mit einem guten Vorsprung auf die letzte Sonderprüfung.

Dort verlor man durch eine zu vorsichtige (?) Fahrt leider 15 Sekunden und musste die Führung abgeben. Die Bestzeit des Teams Dambach/Schaadt war keine unerreichbare Zeit, da man aber nur die 7. Zeit in der Klasse fuhr, reichte es zum Schluss leider nicht für den Klassensieg. Die beiden freuten sich trotzdem über den 2. Platz in der Klasse. Uwe Buhmann konnte sich mit diesem Ergebnis den 5. Platz in der Saar-Pfalz-Rallyemeisterschaft sichern. Marc Buhmann schaffte es sogar auf den 4. Platz. Aber das Beste sollte noch folgen – von über 100 Teilnehmern im ADAC-Rallye-Pokal-Südwest erreichten die beiden Sandhäuser Rallyepiloten einen sehr starken 4. Platz, welcher mit einem tollen Preisgeld belohnt wurde. Es war ein überraschend starker Abschluss einer Saison, die für die Beiden die bisher Beste war.

62. Mittelrheinische ADAC-Geländefahrt

Ein Enduro-Erlebnis der besonderen Art. Das sind 208 km mit 4 Runden je 52 km. Steven Jatz lies sich von den Sportkameraden des MSC Sandhausen – Rainer Siegel und Markus Ziegler überreden an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Sozusagen ein gemütlicher Ausklang der Sportsaison 2014. !?!

Ein Wochenende mit super Wetter war den Teilnehmern am 25. / 26. Oktober beschieden. Unser Enduro-Fahrer Steven Jatz war dann mit Service-Mann Günter, so gegen 11:30 Uhr in Kempenich. Als erstes wurde eine ausgiebige Besichtigung der Sonderprüfungen vorgenommen. Prüfung 1 = 4 km und Prüfung 2 = 2,5 km. Während die erste Prüfung sich hauptsächlich auf einem abgemähten Maisacker erstreckte, hatte es Prüfung 2 wirklich in sich. Wasserdurchfahrten, Ackergelände, Schotterwerkgrube und Deponie und dann noch das Cross-Trainigsgelände des MSC Kempenich. Vielseitig und anspruchsvoll. Schon bei der Besichtigung konnte man erahnen, dass dies nicht leicht werden würde.

Nach problemloser Abnahme von Dokumenten und Technik, verbrachten die Fahrer und Helfer eine Nacht mit unruhiger Erwartung. Sonntag, 26. Oktober um 8:30 Uhr ging es mit der ersten Startgruppe los.  Im Abstand von 1 Minute starteten jeweils 3 Fahrer zu den 3 bzw. 4 Runden dieser Geländefahrt. Um 8:49 Uhr lies Steven seine KTM 250 2-Takt ohne Probleme an und begab sich zu seiner ersten Runde durch die malerische Eifel. Bereits kurz nach dem Start kam der erste Aha – Effekt. Am Ende einer Abwärtspassage lag ein Teilnehmer quer auf der Strecke. Das fängt ja gar nicht gut an – so die Gedanken von Steven.

Doch es lief besser als befürchtet. Aber 52 km über Wald- und Feldwege, Landstraßen und Sonderprüfungen fordern die körperliche Fitness. Seine größte Sorge war wohl: Schaffe ich es bis ins Ziel? Er machte seine Sache gut. Jeweils pünktlich an den Zeitkontrollen und ordentlich auf den Sonderprüfungen unterwegs, konnte er nach 5 Stunden und 40 Minuten seine KTM am Ziel im Parc-Ferme abstellen.

Nach der ersten Veranstaltung dieser Art, war das Ergebnis zweitrangig. Das wichtigste Ziel, heil und in Wertung anzukommen war geschafft. Platz 14 bei 24 gestarteten Teilnehmern in der Klasse war dann ein respektables Ergebnis.

Impressionen von der Strecke:

Es war nicht der Tag…………

……..und dann kam auch noch Pech hinzu.

Nicht weniger als 8 Motorsportvereine aus unterschiedlichen Verbänden veranstalteten am letzten Oktober Wochenende im hessischen Odenwald die Nibelungenringrallye. Auch dieses Jahr konnte man die fachmännische Vorbereitung dieser Veranstaltung sehen. Das Rallyezentrum befand sich wieder in Affolterbach, wo auch das Team, des mehrfachen Le Mans Gewinners, Reinhold Joest beheimatet ist.

2 Sprintprüfungen und ein Rundkurs waren je 2 mal zu fahren. Uwe und Marc Buhmann hofften den Heimvorteil zu ihren Gunsten nutzen zu können. In der Klasse F9 (7 Starter) sollte es an diesem Tag wieder sehr eng zugehen. Nach WP 1, der Bergrennstrecke Zotzenbach (bergab!), bemerkte man gleich, dass eine vordere Platzierung an diesem Tag wohl nur schwer zu erreichen sei. Platz 3 mit schon 7 Sekunden Rückstand war nicht das erhoffte Ergebnis. Die wechselnden Straßenbedingungen, durch zeitweisen Regen, erschwerten eine Aufholjagd. Zur Halbzeit lag die Corolla nur auf dem enttäuschenden 4. Platz.

Uwe und Marc waren recht ratlos, wie man weiter nach vorne kommen könnte. Im 2. Zotzenbach Durchgang konnte man sich immerhin um 3 Sekunden steigern und auf Platz 3 vorrücken. Diesen musste man auf der nächsten Prüfung, nach einem Ausrutscher, jedoch wieder abgeben. Also hofften Uwe und Marc auf die letzte WP. Der Rundkurs in Hammelbach sollte die 2,5 Sekunden bringen, die auf Rang 3 fehlten. Es war eigentlich alles vorhanden, um das Ergebnis nochmal zu korrigieren. Gegen die Dunkelheit konnte unser Team (als eines der ganz wenigen) Zusatzscheinwerfer montieren, die im Kofferraum verstaut waren. Zudem sorgte ein Regenschauer für ordentlich Bauernglatteis auf der Mischprüfung aus Asphalt und Schotter. Doch soweit kam es leider nicht. Durch den Unfall eines weiter vorne gestarteten Teilnehmers, der zum Glück glimpflich verlief, wurde die Prüfung abgebrochen. Da in einem solchen Fall, die restlichen Teilnehmer eine errechnete Zeit erhalten, rutschten Uwe und Marc sogar noch auf Platz 5 ab.

Ziemlich enttäuscht mussten beide die Heimreise antreten. Am 8. November ist unser Team bei der Potzberg-Rallye in Pfeffelbach am Start. Hier geht es zum letzten Mal um Punkte zur Saar-Pfalz-Rallye-Meisterschaft. Außerdem ist es der Endlauf zum ADAC Rallye Pokal Südwest. Knapp 100 Teams werden sich hierbei um die 10 Plätze streiten, in denen es ein beachtliches Preisgeld gibt. Eine Woche später endet die Saison in Bauerbach (bei Bretten) mit dem 1.Rallyesprint des MSC Oberderdingen.

Endlich erfolgreich bei der „Heimrallye“

 

Seit vielen Jahren versucht Uwe Buhmann bei der Frankenland-Rallye erfolgreich zu sein. Leider kam immer etwas dazwischen, so dass der letzte Pokalgewinn schon sehr lange zurück liegt. Zusammen mit Sohn Marc wagte er am Kerwe-Samstag einen neuen Anlauf. Die Toyota Corolla hatte die Rallye Kohle + Stahl fast schadlos überstanden, deshalb fielen nur kleine Wartungsarbeiten an.

Das Veranstalterteam der 30. Frankenland-Rallye wurde für die sehr gute Ausrichtung in den vorangegangen Jahren mit insgesamt 96 Teilnehmern belohnt. Die Wettervorhersage für den Rallyesamstag war leider nicht sehr aussagekräftig, darum musste recht viel unterschiedliches Reifenmaterial mitgenommen werden. Zunächst entschieden sich Uwe und Marc für Regenreifen auf der Vorderachse und Intermed (Supersoft) auf der Hinterachse. So stellte man den Toyota nach der Besichtigungsrunde auch in den Startpark. Nachdem es, entgegen der Wettervorhersage, auch 45 Minuten vor dem Start trocken blieb, entschied man sich auf Intermed (Soft) vorne zu wechseln und die Hinterachse unverändert zu lassen. Sicherheitshalber wurden 2 Regenreifen als Ersatzräder mitgenommen. Diese Reifenwahl sollte sich als goldrichtig erweisen – der Regen blieb tatsächlich aus. Trotzdem waren die Sonderprüfungen in Sindolsheim, Pülfringen und Walldürn teilweise sehr rutschig.

Das Starterfeld in der Klasse N9 (10 Teilnehmer) war qualitativ sehr gut besetzt, 5 Teams kamen für die 3 Pokalplätze in Frage. Deshalb konnte es sich unser Team nicht leisten auf Sicherheit zu fahren. Die 1. Bestzeit setzte das Suzuki-Team Dinkel/Dinkel, normalerweise in der deutschen Rallyemeisterschaft unterwegs. Uwe und Marc belegten mit 2,5 Sekunden Rückstand den dritten Rang. Wie eng es an diesem Tag zugehen sollte, zeigte die Zeitenliste – zwischen Platz 2 und 4 betrug der Abstand gerade einmal eine Sekunde! Auf WP2 verlor unser Team mit der 5. Klassenzeit etwas an Boden. Mit der zweitbesten Zeit auf der 3. Sonderprüfung konnten Uwe und Marc allerdings wieder den Anschluss zur Spitze herstellen. Nach der erneut zweitbesten Zeit auf WP4 rutschte man, zeitgleich mit dem Team Wittman/Nikol, auf Platz 3 vor. In Führung lag immer noch das Team Dinkel/Dinkel. Auf der 5. Prüfung setzte unser Team dann die Bestzeit. Die Prüfung in Pülfringen war mit den sehr schnellen Passagen wie gemacht für die Corolla.

Das Team Kastel/Heinze auf VW Polo lag nun in Front mit 0,3 (!) Sekunden vor Dinkel/Dinkel und Buhmann/Buhmann. Die letzte Sonderprüfung in Walldürn wirbelte das Feld nochmals kräftig durcheinander. Die Führenden Kastel/Heinze verloren bei einem Ausrutscher fast 15 Sekunden und fielen auf Platz 4 zurück. Dinkel/Dinkel sicherten sich mit der Bestzeit den Klassensieg. Uwe und Marc reichte die viertbeste Zeit um das Team Wittmann/Nikol zu überholen und auf Platz 2 vorzurücken. Dies bedeutete viele Punkte für die Nordbadische ADAC-Rallyemeisterschaft, entsprechend gutgelaunt trat unser Team mit 2 Pokalen die Heimreise an.

Am letzten Wochenende war unser Team bei der Nibelungenring-Rallye rund um Affolterbach am Start, wo es zum vorletzten Mal um Punkte für die Saar-Pfalz-Rallye-Meisterschaft ging. Bericht folgt.

Oktoberfest in Bühlertann

Das lange Wochenende machte sich auch die German Cross Country Serie zu nutze. So wurde der 7. und vorletzte Lauf der Saison in Bühlertann auf den 3. Oktober gelegt. Der Ausrichter MSV Bühlertann e.V. konnte somit sein Festzelt für rund 1000 Personen, nicht nur für den Motorsport nutzen.

Partynight an 3 Tagen war angesagt. Und das Wetter spielte mit. Ein wunderschönes Herbstwochenende lies den Begriff „Goldener Oktober“ lebendig werden.

Die GCC – Beginners, also der Klasse in der Steven und Björn Jatz an den Start gingen, mussten um 13:00 Uhr auf die Strecke. Das bedeutete für das gesamte Team, unterstützt von den Familienmitgliedern: Günter, Sandra, Leonie und Paula, Anreise bis ca. 10:00 Uhr. Dann standen Papierabnahme, technische Abnahme und Streckenbesichtigung auf dem Programm. In Bühlertann wurde knochenharter Boden, gegenüber dem tiefen Sand von Baden-Baden, geboten.

12:59 Uhr Musik und 10 Sekunden Herzschlag Count Down bis zum legendären Schrei;  „Staaaaaart“ für die 20 jungen Damen und 105 Herren der Klasse Beginners. Dann waren alle auf der 4,5 km langen Strecke. Steven Jatz konnte, trotz leichter Erkältung, sich gut in das Renngeschehen einfinden. Der Start war genau richtig. Björn hatte mal wieder etwas Probleme seine KTM 350 SX-F in Gang zu bringen. Bei Startnummer 83 waren aber noch etliche hinter ihm. Steven büßte seinen guten Platz vom Start in den ersten 2 Runden bei der falschen Spurwahl wieder ein. Der Fahrer vor ihm blockierte die Spur und das bedeutet unangenehme Wartezeit bis alles wieder frei ist. Björn hatte die bessere Wahl getroffen und zog vorbei.  Ach ja bei der GCC muss jeder für sich fahren und nicht die beiden als Team, wie beim ADAC Pirelli-Cup. Einige Kurven später stellte sich die Situation umgekehrt dar. Björn hatte die falsche Spur erwischt, so zog Steven wieder vorbei. Nach der ersten Runde war damit Björn 9 Sekunden hinter Steven. Eine Runde weiter lag Steven auf Platz 47 und Björn auf Platz 54 unter den 105 Fahrern.

In der 6. Runde, nach knapp einer Stunde Fahrzeit, konnte sich Björn, aufgrund eines Fahrfehlers von Steven, an diesem vorbeischieben. Björn Platz 55, Steven 56ter. Björn fährt eine 4takt KTM und Steven eine 2takt. Für Björn heisst das, tanken nach ca. 1 Stunde und 15 Minuten. Dadurch büßte er mal ganze 3 Plätze ein und lag 50 Sekunden hinter Steven. Die extrem harte Strecke forderte zahlreiche Stürze und einige Verletzte. Zum Glück hatten unsere Fahrer damit keine ernsthaften Probleme. Nach 2 Stunden und 5 Minuten konnte Steven mit 13 Runden und fast 60 km über die Ziellinie fahren. Björn folgte mit rund 50 Sekunden Abstand, die er leider nach dem Tankstopp nicht mehr aufholen konnte. Platz 52 für Steven und 53 für Björn waren denn das Endergebnis.

Die mitgereiste Familie wartet auf den Start
Björn Jatz auf dem Sprung ins „Motodrom“

Steven Jatz (li) an  den Auf- und Abfahrten gegenüber der Boxengasse

4. Lauf zum ADAC-Pirelli-Enduro-CUP in Baden-Baden

Wie seit ein paar Jahren, so hatte auch in diesem Jahr, am 27. September, der MC Baden e.V. einen besonderen Vertrag mit Petrus. Ein herrlicher Spätsommertag erwartete die Teilnehmer und Zuschauer auf dem ehemaligen französischen Militärgelände in der Nähe von Sandweier, bei Baden-Baden. Waren es im letzten Jahr noch 6,8 km Streckenlänge, so packte der Veranstalter in diesem Jahr noch was drauf und kam auf 7,7 km pro Runde. Die spürte Steven Jatz gleich in der ersten Runde. Er kam recht gut vom Start weg und hatte eigentlich keine sonderlichen Probleme. Bei der morgigen Streckenbesichtigung hatten sich Steven und Björn ja den größten Teil der Strecke angesehen. Doch leider nicht alles. Im entferntesten Teil, war urplötzlich eine Abzweigung in das nahegelegene Kies- und Schotterwerk. Die 900 m durch den Schotter machten einigen Fahrern ordentlich zu schaffen. In dieser Passage war Vorsicht geboten.

Für die Teamfahrer bei diesem 4 Stunden-Rennen sind das nunmal 2 Stunden für jeden. Unser Team konnte mit seinem Konzept, etwas langsamer aber dafür konstanter, im laufe des Rennens etliche Plätze gut machen. Nach 41 Minuten Rennzeit und 2 Runden hatte sich Steven auf Platz 32 (von 37 Teilnehmer in der Klasse) gefahren und übergab an Björn. Auch er musste sich erst mal zurechtfinden. Konnte aber schon in seiner ersten Runde 3 Plätze gut machen. Zur Hälfte des Rennens lag das Team dann auf Platz 23.

Das tolle Herbstwetter lockte nicht nur ein großes Starterfeld (310 Fahrer, bzw. 178 Teams) nach Baden-Baden, sondern auch einige Hundert Zuschauer an die Strecke. Die Hälfte des Rennens, bedeutete auch, dass nun die Einzelfahrer mit 2 Stunden Renndistanz Feierabend hatten. Damit waren 46 Motorräder weniger auf der Strecke. Ohne technische Probleme spulten Steven und Björn ihre Runden ab. Gegen Ende spürte man die recht lange Rennpause vom 19.07. bis dahin. Nach Goldbach waren wenige Möglichkeiten für Rennen und wenig Zeit fürs Training gewesen. Das Konzept mit jeweils 2 Runden Fahren und folgenden ca. 30 Minuten Pause war somit richtig gewählt. Als Björn dann nach 4 Stunden 15 Minuten und 5,5 Sekunden über die Ziellinie fuhr, freute sich das gesamte Team nebst angereister Familie über den 21. Platz.

Entspannter Eindruck bei der Startaufstellung

Steven Jatz (re) gegen Ende der 5. Runde

Björn Jatz nach der engen Waldpassage zurück auf der Sandpiste

Pech im Saarland

Ein Vereinskollege fragte Uwe Buhmann schon vor einigen Jahren: Warum startest Du dort überhaupt noch? Die Antwort ist die sportliche Herausforderung.

Die 32. ADAC Rallye Kohle und Stahl hatte eigentlich nicht viel zu bieten. Das Rallyezentrum in Wolfersweiler (zwischen Freisen und St.Wendel) ist sehr spartanisch. Aber es funktioniert alles.

Drei sehr anspruchsvolle Start–Ziel Sonderprüfungen, mit 13 % Schotteranteil, verlangen Mensch und Material alles ab und verzeihen keinen Fehler.

Das erste Problem, das gelöst werden musste, war die Reifenwahl. Der bewölkte Himmel machte die Entscheidung nicht einfach. Fast neue Intermediums hieß die sichere Wahl. Damit konnte auch ein Regenschauer überstanden werden.

Die 19 (!) Starter in der Klasse F9 kamen überwiegend aus dem Saarland oder aus dem nahen Rheinland-Pfalz.

Der letzte Start von Uwe bei dieser Rallye lag schon einige Jahre zurück. Alle Sonderprüfungen waren also absolutes Neuland.

Auf WP1 waren Uwe und Marc mit der 5. Klassenzeit sehr zufrieden. Allerdings sah man auch schon, dass ein Podiumsplatz an diesem Tag wohl nicht zu erreichen war.

Auf WP2 war unser Team dann etwas zu vorsichtig und fiel auf den 7. Platz zurück. Auf den nächsten beiden Sonderprüfungen arbeiteten sich Uwe und Marc dann wieder auf den 4. Platz nach vorne.

Auf der fast 9 Kilometer langen WP5 sollte die Position verteidigt werden. Dass dies nur mit vollem Einsatz ging, war schon vorher klar. Nach ca. drei Kilometern schnitt Uwe eine schnelle Rechtskurve zu stark und traf eine umgefallene (und dadurch nicht sichtbare) Warnbarke.

In der darauf folgenden Linkskurve zeigten sich schon Probleme mit dem rechten Vorderrad und auf den restlichen 6 Kilometern verlor der Reifen immer mehr Luft. Das Fahrverhalten war, vor allem in den sehr schnellen Passagen, extrem abenteuerlich. Trotz des Reifenschadens war man allerdings noch fast 2 Sekunden schneller als im 1. Durchgang. Was wäre da mit einem intakten Auto alles möglich gewesen? Der Zeitverlust bedeutete vor der letzten Prüfung Platz 7. In Rekordzeit hieß es nach dem Ziel Radwechseln und Schaden begutachten.

Auf der letzten Sonderprüfung konnte sich der Toyota noch um einen Platz, auf Position sechs, verbessern. Ohne den Reifenschaden wäre eine Platzierung weiter vorne durchaus möglich gewesen. Trotz allem trat unser Team zufrieden die Heimreise an.

Der nächste Start von Uwe und Marc ist am Kerwe Samstag bei der 30. Frankenlandrallye. Hier geht es um wichtige Punkte in der „Nordbadischen ADAC Rallye Meisterschaft“, in der unser Team noch um den Sieg kämpft.

Höhen und Tiefen bei Premierenveranstaltung

Am 6. September veranstalteten 3 Vereine die 1. ADAC Rallye Mittelhessen 200+ rund um Pohlheim in der Nähe von Gießen. Entscheidend ist dabei das Plus. Denn bei einer 200+ Veranstaltung werden bis zu 75 WP Kilometer gefahren, bei einer 200er Rallye sind es maximal 35 WP Kilometer.

Am Start bei dieser toll organisierten Veranstaltung war auch Marc Buhmann, der diesmal an der Seite von Oliver Ziegler im 30 Jahre alten Toyota Corolla AE86 Platz nahm. Die beiden starteten in der Klasse H13, die mit 10 Teilnehmern gut besetzt war.

7 Wertungsprüfungen auf 4 verschiedenen Kursen waren zu absolvieren. Die „Königsprüfung“ war ein 15 Kilometer langer Rundkurs.

Die beiden waren sich vor dem Start am Rallyezentrum in Pohlheim einig, dass man um den Klassensieg kämpfen wollte.

Doch musste man gleich auf der 1. WP den Rückwärtsgang einlegen, nachdem ein Abzweig verpasst wurde – 10 Sekunden gingen durch den Fehler verloren. Die Wertungsprüfung 2 ging das Team Ziegler/Buhmann zu verhalten an, do dass der Abstand zur Spitze anwuchs. Dies änderte sich auch nicht auf den nachsten 3 Wertungsprüfungen. Das französisch-deutsche Duo kam nicht an die Zeiten der Erstplatzierten heran. So lag das Team mit dem Beifahrer vom AMC Kurpfalz vor der 15 Kilometer langen WP6 bereits 18(!) Sekunden hinter dem Führenden. Aber 15 Kilometer sind lang, man entschloss sich nochmal einen Angriff auf die Spitze zu starten. Und dies gelang, trotz eines Ausritts in den Acker, mit der Klassenbestzeit.

 

Als tollen Service schickte Uwe Buhmann seinem Sohn Marc den Zwischenstand vor der letzten Prüfung per SMS zu.

Das Toyota-Team Ziegler/ Buhmann konnte den Abstand erheblich verkürzen, der Rückstand auf den 1 Platz war auf 3,9 Sekunden geschmolzen, zu den Zweitplatzierten fehlten nur 1,9 Sekunden.

Das Finale stieg im Industriegebiet von Lahn, ein Rundkurs mit 3 Runden im Dunklen. Als man im Ziel ankam war das Team nicht zufrieden, denn ein Fehler in der ersten Runde hatte viel Zeit gekostet.

Immerhin erreichte man in der Endwertung den 3, Rang in der Klasse, mit einem Abstand von 0,5 Sekunden auf den zweiten Platz.

Richtige Freude kam über dieses Ergebnis nicht auf, denn man wusste, dass es an diesem warmen Rallyetag mehr drin gewesen wäre.

Der nächste Start von Marc, dann wieder als Beifahrer von Uwe Buhmann, ist am 13. September bei der Rallye „Kohle und Stahl“ in Wolfersweiler im Saarland.

Klassensieg in Alzey

Nach der Rallye Oberehe verlangte der Toyota vorne neue Bremsscheiben und Beläge.

Am 30.08.2014 stand die 12. ADAC Rallye Alzey auf dem Programm. Bei schönstem Rallyewetter waren 3 Rundkurse in den Weinbergen rund um Alzey zu fahren.

Die Klasse N9 war mit 14 Startern am stärksten besetzt. Darunter auch Uwe und Marc Buhmann mit der Toyota Corolla.

WP1 war mit vielen engen 90 Grad Abzweigen versehen. Also normalerweise nichts für die Corolla. Umso mehr erstaunt war unser Team über die drittbeste Zeit in der Klasse. WP2 war dagegen flüssiger zu fahren und mit einer schnellen Landstraßen-Passage versehen. Dort übernahm unser Team mit der Bestzeit die Klassenführung.

Auf WP3 bauten Uwe und Marc mit einer weiteren Bestzeit die Führung aus.

Zur Halbzeit lagen sie mit 11,7 Sekunden Vorsprung in Front. Auch ein kurzer Regenschauer konnte sie nicht bremsen. Nach der WP6 betrug der Vorsprung 15,4 Sekunden.

Auf der Verbindungsetappe zum Ziel mussten Uwe und Marc noch einmal zittern. Der Toyotamotor bekam auf einmal Aussetzer, dennoch erreichten Fahrer und Auto rechtzeitig die Zielrampe.

Der Klassensieg bescherte ordentlich Punkte für die Saar-Pfalz-Rallyemeisterschaft. Hier liegt unser Team im Moment auf einem sehr guten 4.Platz. Abgerundet wurde das Ergebnis mit Platz 21 unter 70 Startern.