Herausforderung auf dem Stettenring in Künzelsau

Bis vor drei Wochen stand der Termin noch auf der Kippe. Ursprünglich war dieser 4. Lauf irgendwo in Bayern geplant. Doch leider hatte der Ausrichter ein paar Probleme mit den notwendigen Genehmigungen. Zum Glück für Veranstalter und Teilnehmer sprang der AMC Künzelsau für diesen Termin ein. Auf dem Stettenring, bzw. drumherum, wo sonst Autocrossveranstaltungen stattfinden, war am Wochenende vom 7. und 8. August Enduro-X-Sport angesagt. Unsere Fahrer Steven und Björn Jatz wollten bei diesem Lauf nicht fehlen. Bereits am Freitagnachmittag wurden deshalb alle notwendigen Utensilien in das Auto geladen und die Motorräder auf dem Hänger verzurrt. In dem weiträumigen Fahrerlager war denn auch ein passender Platz schnell gefunden. Man traf sich dort mit alten Bekannten um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Dank des örtlichen Pizzaservices funktionierte auch die Versorgung bestens. So eingestimmt freute man sich auf den Samstag. Vater Günter Jatz kam am Samstag so gegen 7:30 Uhr hinzu um den Boxenservice aufzubauen und durchzuführen. Nach einer recht kühlen Nacht folgte ein heißer und trockener Tag. Für so manchen Teilnehmer ging es an die physischen Grenzen. Pünktlich um 9:00 Uhr wurden die ca. 90 Teilnehmer klassenweise auf die Strecke geschickt. 3 Stunden Schweiß und Staub lagen vor ihnen. Lange Wiesenpassagen auf rutschigem, hartem Untergrund wirbelten reichlich Staub auf, der den nachfolgenden Fahrern die Sicht versperrte. Es folgten enge Walddurchfahrten mit tief ausgefahrenen Spurrillen. Ein Paradies und eine Herausforderung für den Endurofahrer. Steinige und Auf- und Abfahrten im Wechsel mit rutschigen Wiesenpassagen forderten viel Kraft und Konzentration. Nachdem Steven und Björn bereits 2008 als Teamfahrer auf dieser Strecke mit 13 Runden und Bestzeiten um 10 Minuten und 30 Sekunden unterwegs waren, zeigte sich in diesem Jahr, dass Erfahrung und Training sich bezahlt machen. Mit Zeiten unter 10 Minuten und 16, bzw. 14 Runden als Einzelfahrer ist eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. Lediglich jeweils eine kurze Tank- und Verschnaufspause in diesen drei Stunden gönnten sich unsere beiden Fahrer um dann pünktlich um 12:00 Uhr die Ziellinie zu überfahren. Bei 42 Fahrern in der Klasse 4 – Einzelfahrer/Einsteiger konnte Steven den 23. Platz und Björn den 30. Platz belegen. Gratulation zu dieser tollen Leistung und alle guten Wünsche für den nächsten Start am 22.08. bei Hofis Stoppelcross.

  
 Start der 42 Fahrer in der Klasse 4  Schnelligkeit beim laufen ist angesagt
   
 Jetzt wird's aber Zeit  Steven Jatz mitten im Feld unterwegs
   
 Viel Staub in der ersten Runde  Leider auch ein paar harmlose Stürze
   
 Ja nur den Über- und Durchblick behalten  Erste Zeitdurchfahrt für Steven Jatz
   
 Björn Jatz folgte kurz darauf  Steven zur Hälfte der Zeit
   
 Auch Björn war gut unterwegs, wenn auch im  Staub des Voraussfahrenden  
   
 Nach 3 Stunden Zieldurchfahrt für Björn  Dicht gefolgt von Steven
   

 

Staub und Gewitter in Niederwürzbach

Der 3. Lauf beim Enduro-X Cup am 27. Juni führte, wie bereits im letzten Jahr, wieder nach Niederwürzbach. Südlich von Saarbrücken hat der MSC Niederwürzbach sein Trainings- und Veranstaltungsgelände. Auf der ehemaligen WM-Strecke hatte das Veranstalterteam unter Führung von  Günter Essig einen anspruchsvollen ca. 4km langen Parcour gesteckt. Eine gelungene Abwechslung aus Crosspassagen und Single Trails durch die Waldstücke mit den unterschiedlichsten Streckenbeschaffungen. Von sehr staubig, knüppelharter Schotterpiste bis hin zu regelrechten Matschfeldern war alles geboten. Wie immer war die Veranstaltung top organisiert. Eine echte Attraktion war der Start der rund 80 Teilnehmer vom Vormittagslauf, er erfolgte direkt aus dem Fahrerlager. Im Minutenabstand gingen die 4 Startgruppen auf die Piste. Steven und Björn Jatz (Startnummer 417 und 418) hatten diesesmal 39 Teilnehmer in ihrer Einsteigerklasse „Einzelfahrer“. Schwüle und heiße Luft
machte den Teams bereits früh um 9:00 Uhr ordentlich zu schaffen. Doch auch die Motorräder hatten bei den Bedingungen ihre Probleme. So mußt Björn mehrmals mit viel Mühe seine Maschine mitten auf der Strecke neu starten. Wertvolle Zeit und Runden gingen ihm dabei verloren. Kraft und Konzentration waren auf der gesamten Strecke angesagt. In den Single Trails war ein Überrholen fast aussichtslos. War dann die Spur mal etwas breiter, versperrte der Staub die freie Sicht.
Nach genau 3 Stunden Fahrzeit, gegen 12:15 Uhr senkte sich die Zielflagge für den führenden Fahrer. Kaum waren Steven und Björn über die Ziellinie gefahren, öffnete sich der Himmel und ein heftiger Gewitterschauer verwandelte Boxengasse und Strecke in eine einzigartige Schlammmasse.
– Glück gehabt –
Nach vorläufigem Ergebnis konnte Steven mit dem 22. Platz einen großartigen Erfolg verbuchen. Für Björn war Platz 32 aufgrund seiner technischen Probleme ein gutes Ergebnis.

    
Kurz vor dem Start herrscht noch Ruhe in der Boxengasse  Massenstart direkt am Fahrerlager  
     
 Björn Jatz in der sehr engen Durchfahrt an der Zählschleife  Kurz darauf folgte Steven, direkt neben der Boxengasse  
     
 Auch aus der Boxengasse konnte man recht gut das Geschehen auf der Strecke verfolgen  Knappe Überholmanöver und viel Staub wurden den Zuschauern geboten  
     
 Endlich im Ziel – Steven Jatz  Endlich im Ziel – Björn Jatz  
     
 Das Unwetter zieht herauf, noch wenige Minuten sind zu fahren. In der Wechselzone warten die Teamfahrer.    

 

2. Lauf im Enduro-X Cup

 Nachdem Steven und Björn Jatz bei ihrer ersten Veranstaltung in Langensteinbach noch vom Wetter verwöhnt wurden, traf sie das Unwetter am Freitag, den 8. Mai in Leutershausen bei Ansbach mit voller Wucht. Von wegen gemütlich das Zelt für die Übernachtung aufbauen. Zuerst mußten beide Zuflucht im Vereinsheim suchen, bis es einigermaßen möglich war das Zelt zu stellen. Der Samstag zeigte sich zwar von seiner besten Seite und bot bei angenehmen Temperaturen auch ausreichend Sonnenschein, doch die Strecke war durch die starken Regenfälle vom Vorabend in einem üblen Zustand. Nur wer sich mit den richtigen Reifen zum Start begab hatte eine reelle Chance. Während Björn in der ersten Runde noch recht gut wegkam, mußte Steven in einer Linkskurve seine Maschine erstmal abstellen. Die Reifen hatten sich total zugesetzt und der rechte Dämpferschutz war abgerissen. Zum Glück konnte Vater Günter auf die Strecke und zu Hilfe eilen. Bis Steven dann weiterfahren konnte, dauerte es eine geraume Zeit. Für Björn lief es etwas besser, aber auch er kämpfte mit den widrigen Strecken- verhältnissen. Es waren recht lange 3 Stunden an diesem Samstagvormittag, bis sich die Zielflagge senkte.

    
 Steven Jatz (Mitte) nach seiner Zwangspause    Björn Jatz – endlich im Ziel

 

Enduro Saisonstart in Sachsen

Nach 6 Monaten Pause konnten sich unsere Endurofahrer Steven und Björn Jatz voller Eifer den Herausforderungen des ersten Rennens im Enduro-X Cup stellen. Insgesamt stehen 8 Veranstaltungen beim Enduro-X Cup in diesem Jahre auf dem Plan. Der Saisonauftakt war am 25. April in Langensteinbach. Wo ist eigentlich Langensteinbach? Nach einigen Recherchen stellte man recht schnell fest, das Langensteinbach in der Nähe von Chemnitz liegt, also rund 470 km von Sandhausen entfernt. Das hieß somit: Anreise am Freitag und Übernachtung. Zur Unterstützung kamen noch Sandra und Günter Jatz mit.

   Da man recht zeitig in Penig / Langensteinbach ankam, konnte die Strecke komplett mittels Fußmarsch besichtigt werden. Bei rund 6 km waren dies am Ende so ca. 2 Stunden. Gespickt mit Auf- und Abfahrten von bis zu 25 Metern Höhenunterschied, war das dann auch nicht verwunderlich. Für unsere beiden Fahrer ergab das ein völlig neues Streckenerlebnis, zumal unterwegs eine unangenehme Wasserdurchfahrt für Schlamm und Abkühlung sorgen sollte. Doch zuvor genoß man den frühsommerlichen Abend im landschaftlich schön gelegenen Teil von Sachsen.
 Begehung der Auf- und Abfahrten    

 Um 7:30, am frühen Samstagmorgen fanden sich unsere Fahrer mit ihrer Begleitung dann im Fahrerlager ein. Es folgten Papierabnahme, technische Abnahme und Einrichtung in der Boxengasse. Pünktlich um 9:00 Uhr fiel der Startschuß für die rund 53 Einzelfahrer und Teams. Steven und Björn haben sich entschlossen in diesem Jahr als Einzelfahrer an den Start zu gehen. Das bedeutete nun, dass jeder 3 Stunden Fahrzeit zu bewältigen hatte. Auf diesem schwierigen Gelände keine leichte Sache. Steven mußte gleich in der ersten Runde nach einem Ausrutscher sich mit einem verzogenen Lenker bis zur Box durchschlagen. Die Reparatur kostete leider nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch einiges an Nerven. Für Björn war die 3-Stunden Distanz durch leichten Trainigsrückstand ein besonderes Handicap. Zu allem Übel löste sich noch der linke Handgriff und bescherte ihm Probleme beim Kuppeln. Dennoch konnten beide am Ende recht zufrieden sein. Es war die erste 3-Stunden-Veranstaltung, die jeder für sich durchgestanden hatte.

     

 Steven Jatz in der ersten Runde

 

 Björn Jatz bei einer Durchfahrt an der Zeitnahme

 Wir sind gespannt, wie sich die beiden beim 2. Lauf am 9. Mai in Leutershausen schlagen werden. Glückwunsch zum erfolgreichen Rennen und alles Gute für den 9. Mai von den Clubkameraden.

Abschlußrennen in Betra

Nach einer absoluten Schlammschlacht in Schopfheim am 11. Oktober, hofften unsere Enduro-Fahrer Steven und Björn Jatz auf ein lockeres Abschlußrennen in Betra am 18. Oktober.

 In der Enduro-X Cup Serie war dies der 5. Lauf in dieser Saison und war mit der Gesamtsiegerehrung verbunden. Klar, dass bei dieser letzten Veranstaltung in 2008 die ganze Familie mit dabei sein wollte. Somit startete man bereits am Freitagmittag um noch rechtzeitig vor der Dunkelheit die Strecke besichtigen zu können. Die Strecke war noch recht feucht und auf den rund 4km konnte man recht viel Schlamm mit den Schuhen aufsammeln. „Wird es am nächsten Tag besser?“ das war die bange Frage. Darüber und über viele andere Dinge konnte man später im Gasthof Adler in Dettingen noch intensiv bei einem perfekten Abendessen diskutieren.

Samstag, 18. Oktober 6:45 Uhr: Aufbruch für die beiden Fahrer und Günter Jatz als Servicemann.

 

 

Es folgten Dokumentenabnahme und Technische Abnahme bei herbstlichen Minusgraden auf der Rennstrecke des MSC Betra. Dann kam die Fahrerbesprechung so gegen 9:00 Uhr und der Start um 9:10. Insgesamt hatten sich 85 Fahrer und Teams zu diesem Rennen eingefunden. Nun hieß es 3 Stunden sein Bestes geben und so viel wie möglich an Runden auf das Konto des Teams zu verbuchen. Leider gab es in den ersten Runden einige Schwierigkeiten an den steilen Auffahrten und riskanten Passagen an den Zäunen, so dass diese rausgenommen wurden. Doch viele Teams hatten davor erhebliche Zeitverluste in Kauf nehmen müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Jazz Raceing Team vom AMC Kurpfalz konnte sich aber von Runde zu Runde steigern. Gemessen an den Möglichkeiten war dann der 20. Platz ein schöner Erfolg. In der Gesamtwertung nach diesen 5 Rennen liegt nun das Team auf dem 8. Platz in der Klasse 5, wo in diesem Jahr 14 Teams am Start waren. Für das erste Jahr, mit allen Strapazen und als absolute Anfänger im Enduro-Sport eine Top-Leistung. Herzlichen Glückwunsch von den Clubkameraden und alle guten Wünsche für 2009.

Fast wie in der Wüste

Unter spätsommerliche Bedingungen kamen 203 Starter aus dem Enduro- und Motocross-Sport am letzten Septemberwochenende nach Baden-Baden, Sandweier auf den ehemaligen französichen Truppenübungsplatz.  Angesagt war der 6. Lauf im ADAC-Enduro-Pirelli-Cup. Dies war denn auch die zweite Veranstaltung für Steven und Björn Jatz. Im Gegensatz zur letzten Veranstaltung in Bühlertann, die unter Regen im Schlamm stattfand, hatte man nun in Baden-Baden das Vergnügen den tiefsten Rheinsand kennenzulernen. Das ist so ungefähr die Qualität wie eine Nordseedüne oder wie in der Wüste. Auf jedenfall so richtig schön tief und ohne Grip. Da solch eine Enduroveranstaltung nicht vom Start weg entschieden wird, kämpfte sich das Team des AMC Kurpfalz über die vollen 4 Stunden Runde um Runde durch diese extremen Bedingungen. Verständlich war denn auch, dass die Strecken-beschaffenheit stetig schlechter wurde. Nicht nur tiefer Sand, auch extreme Bodenwellen forderten die absolute Leistungsfähigkeit der Teilnehmer. Leider auch verbunden mit zahlreichen Stürzen bei den engen Waldpassagen und den extrem tiefen sandigen Kurven. Zum Glück ohne größere Verletzungen. Steven und Björn hatten sich auf einen 2er Rhythmus eingestellt. Das heißt, alle 2 Runden, für die man jeweils so ca. 12 Minuten benötigt, wird gewechselt. Obwohl Steven in einer schnellen Waldpassage eine intensive Bekanntschaft mit einem ca. 20cm starkem Baum machen durfte, waren beide am Ende glücklich dieses Rennen durchgestanden zu haben. Am Ziel und unter den Platzierten das machte beide besonders stolz. Dafür auch die herzlichsten Glückwünsche der Clubkameraden.

 

Die Bilder wurden freundlicherweise von C. Rogage zur Verfügung gestellt:

Schwäbische Schlammschlacht

Am 13. September veranstaltete der MSV Bühlertann das 6. Bühlertanner ADAC-4-Stunden-Enduro im Rahmen des ADAC Pirelli-ENDURO-CUP 2008. Nachdem Steven Jatz seine neue 250er KTM eingefahren hatte, sollte diese Veranstaltung als Feuertaufe herhalten. Die nächste Veranstaltung im Enduro-X Cup ist leider erst am 4. Oktober, also mußte man woanders an den Start gehen. Björn und Steven Jatz hatten sich daher das 4-Stunden-Rennen rausgesucht, um wieder als Team fahren zu können. Normalerweise rechnet man im September mit einem herrlichen sonnigen Altweibersommer. An diesem Samstag war davon leider nichts zu spüren. Bereits in der Nacht gab es heftige Regenfälle. Steven und Björn waren bereits am Freitag abend angereist und hatten damit eine laute und nasse Nacht hinter sich, als sie am Morgen sich auf den Weg machten um die Strecke zu besichtigen. Die laute Nacht bescherte der Veranstalter fast kostenlos, denn ein riesiges Festzelt stand mitten auf der Wiese des Fahrerlagers. Fast traditionsgemäß fand da am Freitagabend ein zünftiges Rockkonzert statt. Für 13:00 Uhr war der Start dieses 4 Stunden Rennens angesagt. Das bedeutete für Günter Jatz, der den Boxenservice übernahm, um 12:00 Uhr den Serviceplatz in der Boxenzone einzurichten. Eine recht anstrengende und feuchte Angelegenheit bei dauerhaftem Nieselregen. Pünktlich um 13:00 Uhr ertönte dann der Startschuß für die 69 Teams der Einsteigerklasse. Björn hatte sich die Startphase ausgesucht. Wie die meisten Teams, hatte auch er in der ersten Runde mit den widrigen Streckenverhältnissen zu kämpfen. Diese erste Runde hatte viel Kraft gekostet. So war es besser bereits jetzt zu wechseln. In der Wechselzone übergab er die Startnummer 221 an seinen Bruder Steven. Dieser begab sich mit seiner neuen Maschine hoch motiviert auf die Strecke. Doch auch er mußte sich erst auf die Streckenverhältnisse einstellen. Nachdem der Veranstalter einige wirklich riskante Auf- und Abfahrten herausgenommen hatte, lief es dann für alle besser. Von Runde zu Runde konnten sich die Zwei steigern. Am Ende wurden dann Zeiten unter 10 Minuten pro Runde gefahren. Mit 19 Runden konnte das JAZZ Racing Team des AMC Kurpfalz nach mehr als 4 Stunden hoch zufrieden sein. In den darauffolgenden Tagen gab es noch umfangreichen Reinigungsarbeiten um die Motorräder auf die nächste Veranstaltung in Baden-Baden am 27. September vorzubereiten. Auch dort wird der ADAC Pirelli-ENDURO-CUP 2008 mit seinem 6. Lauf ausgetragen. Glückwünsche der Clubkameraden zu diesem Ergebnis und viel Erfolg am 27.09.

Hofis Stoppelcross

Im Prinzip eine einfache Idee: Man nehme einen Stoppelacker und kurz bevor dieser gepflügt werden soll, markiere man eine Cross-Strecke darauf. Verzichte auf große Sprunghügel und allen anderen Schnick-Schnack. Dann mache eine ordentliche Werbung und verlange ein geringes Startgeld. Mit dieser Idee hatte Thomas Hofmeister aus Rottenburg am Neckar letztlich einen tollen Erfolg. In der Nähe des Ortes Neuenstetten konnte er auf zwei Feldern einen tollen Parcour bereitstellen. Insgesamt hatten sich 133 Einzelfahrer und Teams aus dem Enduro- und Cross-Sport am Wochenende des 16. Und 17. Augusts zu dieser neuen Veranstaltung eingefunden. Steven und Björn Jatz vom AMC Kurpfalz wollten sich diese Gaudi natürlich nicht entgehen lassen. Schon frühzeitig hatten sie sich als Team gemeldet. Leider hatte Steven beim Training davorliegenden Mittwoch großes Pech mit seinem Hinterrrad und konnte deshalb nicht an den Start gehen. Björn hatte zwar ein defektes Radlager am Mittwoch in Kauf nehmen müssen, aber das ließ sich bis zum Freitag reparieren, so dass einem Start als Einzelfahrer nichts im Wege stand. Eigentlich waren die Wetterprogrnosen recht optimistisch. Doch leider hatte eine feuchte Nacht und dichte Hochnebel die Strecke recht feucht werden lassen. Der erste Start war für 11:00 Uhr festgesetzt. Tatsächlich ging es auch pünktlich mit einem Cross-Start für die erste Enduro-Gruppe von fast 40 Fahrern los. Doch die erste Runde erwies sich als der absolute Horror. Feuchte Erde und Getreidehalme verklebten Vorder- und Hinterrad zu große, glatte Klumpen. Björn brauchte für die erste Runde so ungefähr 14 Minuten. Zum Vergleich: In der Runde 21 waren es nur 3 Minuten und 58 Sekunden. Nach 3 Stunden körperlicher Höchstleistung war das Rennen dann beendet. Björn konnte am Ende mit seinem 6. Platz unter den 8 Fahrern in seiner Klasse hoch zufrieden sein.

Enduro-X Cup in Künzelsau

Der 3. Lauf beim Deutschen Enduro-X Cup wurde am 26. Juli vom AMC Künzelsau ausgerichtet. Am Fuße der malerischen Burg Stetten liegt die Autocross – Strecke „Stettenring“, wo mehrmals im Jahr tolle Rennen stattfinden.

 Doch der AMC Künzelsau hat auch eine Vorliebe für den Enduro-Sport. Bereits im April war rings um den Stettenring eine Enduro-Trainingsveranstaltung. Für den 26. Juli wurde ein Enduro-Pacour mit ca. 4 km Streckenlänge vom Veranstalter abgesteckt und teilweise regelrecht aufgebaut. Einerseits waren es die flüssigen und schnellen Passagen, die für die Zuschauer spannenden Motorsport präsentierten. Andererseits gab es auch die technisch anspruchsvollen Ecken mit steilen Auf- und Abfahrten, sowie kurvenreichen schmalen Walddurchfahrten.

Unter den 152 Teams und Einzelfahrern, die zu dieser Veranstaltung genannt hatten, waren auch Steven und Björn Jatz vom AMC Kurpfalz e.V. Sandhausen. Da es wirklich sinnvoll ist die Strecke vor dem Rennen zu besichtigen, hatte das Team sich bereits am Freitag auf den Weg nach Künzelsau gemacht. Diesesmal begleitet von Björns Frau Sandra und dem begeisterten Motorsport-Fan Timo Rößler.

 Vater und Boxenhelfer Günter Jatz folgte erst am Samstag. Die „lockere“ Streckenbesichtigung am Freitag wurde dann in einem 2 Stunden – Marsch absolviert. Mit herrlichem Sommerwetter und absolut trocken präsentierte sich der Renntag am Samstag. Allerdings waren bereits um 9:00 Uhr zum Zeitpunkt des Starts die Temperaturen nahe der 30 Grad-Grenze. Für die Teilnehmer und Betreuer wiedereinmal eine wahre Hitzeschlacht. Wohl dem, der einen Sonnenschirm oder gar ein Zelt und ausreichend Getränke im Fahrerlager zur Verfügung hatte. Kurz nach 9:00 Uhr erklang das Startsignal für die erste Gruppe. Steven und Björn mit der Startnummer 508 waren in der 4. Startgruppe. Da der Start im mittleren Teil der Strecke erfolgte, war die erste Runde ca 4 Minuten länger. Steven übernahm den Start und die erste Runde für das Team. Dann folgte Björn mit seiner ersten Rennrunde, für die er ca. 10 Minuten und 40 Sekunden benötigte. Dichte Staubwolken auf der Strecke erforderten ständig höchste Konzentration. Außerdem veränderte sich die Fahrspur von Runde zu Runde. Was bei einem derart großem Starterfeld nicht verwunderlich ist. Den Teilnehmern war in der Boxengasse, bei den kurzen Verschnaufpausen die Anstrengung deutlich anzusehen. In der 7. Runde wurde Björn in einer Auffahrt abgedrängt, dadurch war der Schwung weg. Also mußte er wieder zurück und erneut ansetzen. Wertvolle 10 Minuten waren da verloren. Die KTM 620SC wiegt immerhin ca. 125 kg. Klar, dass man eine solche Maschine nicht mehr den Berg hochschiebt. Pünktlich um 12:00 Uhr senkte sich leider die Zielflagge. Schade, denn es wäre fast noch eine Runde für das Jazz Racing-Team vom AMC Kurpfalz drin gewesen. Nach diesem 3. Lauf liegt unser Team auf dem 11. Platz in ihrer Klasse. Unter den 135 eingeschriebenen Teams ist man mittlerweile auf einem 77. Platz. Für die erste Saison, als absolute Neueinsteiger, ein beachtlicher Erfolg. Einen herzlichen Glückwunsch von den Clubkameraden des AMC Kurpfalz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Enduro-X Cup 2. Lauf

Nachdem Björn Jatz die erste Veranstaltung alleine überstehen mußte, war Steven Jatz zur zweiten Veranstaltung in Niederwürzbach am 21. Juni wieder fit. Unter den insgesamt 69 Teilnehmern beim Enduro-CUP sind auch Björn und Steven Jatz als „Jazz Racing Team /amc kurpfalz“ eingeschrieben. Niederwürzbach war in den 80ern Austragungsort eines Motocross WM Laufes. Danach stand den Fahrern eine super Infrastruktur zur Verfügung. Ein riesiges Fahrerlager und schönes Clubheim mit Sanitäranlagen inklusive Duschen waren vorhanden. Die EnduroX Runde setzt sich aus einer traumhaften Motocross Strecke mit zahlreichen Auf- und Abfahrten, schönen Anliegern, Tables und typischen Enduro Passagen mit Single Trails durch die kleinen Wälder mitten in der Crosspiste zusammen. Für Abwechslung war gesorgt und die ausgewogene Mischung aus Enduro und Cross begeisterte alle Fahrer.

 Pünktlich um 9:00 Uhr senkte sich die Startflagge zum ersten Rennen über 3 Stunden an diesem Tage. Björn und Steven mit der Team-Startnummer 508 waren in der 5. Klasse – Einsteiger – Teamwertung nach ca. 7 Minuten ebenfalls auf der Strecke. Die erste Runde wurde von Steven gefahren, dann ging es im entsprechenden Wechsel weiter, so dass immer nur ein Fahrer des Teams auf der Strecke war. Für Steven war dies die erste richtige Veranstaltung mit allen Herausforderungen an Mensch und Maschine. Nach seiner Verletzung war dieses Rennen eher als Versuch der Eingliederung zu verstehen. Mut fassen und testen wo die Grenzen liegen, so ungefähr könnte man seine Einstellung beschreiben. Björn dagegen hatte sich vorgenommen seine Rundenzahlen und Rundenzeiten gegenüber Schweyen deutlich zu verbessern.

 

 

Nach 3 Stunden Rennzeit konnte sich die Boxencrew mit Günter, Sandra und Leonie wirklich freuen. Steven hatte einige gute Runden hinlegen können und Björn konnte sich tatsächlich steigern. Die Platzierung war dann realtiv unwichtig. Viel schöner war es beide mit dem Blick in den Augen zu sehen: „Vorwärts – Aufwärts“. Bei der nächsten Veranstaltung, am 26. Juli in Künzelsau dürfen wir dann einiges von den beiden erhoffen.