Fast wie in der Wüste

Unter spätsommerliche Bedingungen kamen 203 Starter aus dem Enduro- und Motocross-Sport am letzten Septemberwochenende nach Baden-Baden, Sandweier auf den ehemaligen französichen Truppenübungsplatz.  Angesagt war der 6. Lauf im ADAC-Enduro-Pirelli-Cup. Dies war denn auch die zweite Veranstaltung für Steven und Björn Jatz. Im Gegensatz zur letzten Veranstaltung in Bühlertann, die unter Regen im Schlamm stattfand, hatte man nun in Baden-Baden das Vergnügen den tiefsten Rheinsand kennenzulernen. Das ist so ungefähr die Qualität wie eine Nordseedüne oder wie in der Wüste. Auf jedenfall so richtig schön tief und ohne Grip. Da solch eine Enduroveranstaltung nicht vom Start weg entschieden wird, kämpfte sich das Team des AMC Kurpfalz über die vollen 4 Stunden Runde um Runde durch diese extremen Bedingungen. Verständlich war denn auch, dass die Strecken-beschaffenheit stetig schlechter wurde. Nicht nur tiefer Sand, auch extreme Bodenwellen forderten die absolute Leistungsfähigkeit der Teilnehmer. Leider auch verbunden mit zahlreichen Stürzen bei den engen Waldpassagen und den extrem tiefen sandigen Kurven. Zum Glück ohne größere Verletzungen. Steven und Björn hatten sich auf einen 2er Rhythmus eingestellt. Das heißt, alle 2 Runden, für die man jeweils so ca. 12 Minuten benötigt, wird gewechselt. Obwohl Steven in einer schnellen Waldpassage eine intensive Bekanntschaft mit einem ca. 20cm starkem Baum machen durfte, waren beide am Ende glücklich dieses Rennen durchgestanden zu haben. Am Ziel und unter den Platzierten das machte beide besonders stolz. Dafür auch die herzlichsten Glückwünsche der Clubkameraden.

 

Die Bilder wurden freundlicherweise von C. Rogage zur Verfügung gestellt:

Schwäbische Schlammschlacht

Am 13. September veranstaltete der MSV Bühlertann das 6. Bühlertanner ADAC-4-Stunden-Enduro im Rahmen des ADAC Pirelli-ENDURO-CUP 2008. Nachdem Steven Jatz seine neue 250er KTM eingefahren hatte, sollte diese Veranstaltung als Feuertaufe herhalten. Die nächste Veranstaltung im Enduro-X Cup ist leider erst am 4. Oktober, also mußte man woanders an den Start gehen. Björn und Steven Jatz hatten sich daher das 4-Stunden-Rennen rausgesucht, um wieder als Team fahren zu können. Normalerweise rechnet man im September mit einem herrlichen sonnigen Altweibersommer. An diesem Samstag war davon leider nichts zu spüren. Bereits in der Nacht gab es heftige Regenfälle. Steven und Björn waren bereits am Freitag abend angereist und hatten damit eine laute und nasse Nacht hinter sich, als sie am Morgen sich auf den Weg machten um die Strecke zu besichtigen. Die laute Nacht bescherte der Veranstalter fast kostenlos, denn ein riesiges Festzelt stand mitten auf der Wiese des Fahrerlagers. Fast traditionsgemäß fand da am Freitagabend ein zünftiges Rockkonzert statt. Für 13:00 Uhr war der Start dieses 4 Stunden Rennens angesagt. Das bedeutete für Günter Jatz, der den Boxenservice übernahm, um 12:00 Uhr den Serviceplatz in der Boxenzone einzurichten. Eine recht anstrengende und feuchte Angelegenheit bei dauerhaftem Nieselregen. Pünktlich um 13:00 Uhr ertönte dann der Startschuß für die 69 Teams der Einsteigerklasse. Björn hatte sich die Startphase ausgesucht. Wie die meisten Teams, hatte auch er in der ersten Runde mit den widrigen Streckenverhältnissen zu kämpfen. Diese erste Runde hatte viel Kraft gekostet. So war es besser bereits jetzt zu wechseln. In der Wechselzone übergab er die Startnummer 221 an seinen Bruder Steven. Dieser begab sich mit seiner neuen Maschine hoch motiviert auf die Strecke. Doch auch er mußte sich erst auf die Streckenverhältnisse einstellen. Nachdem der Veranstalter einige wirklich riskante Auf- und Abfahrten herausgenommen hatte, lief es dann für alle besser. Von Runde zu Runde konnten sich die Zwei steigern. Am Ende wurden dann Zeiten unter 10 Minuten pro Runde gefahren. Mit 19 Runden konnte das JAZZ Racing Team des AMC Kurpfalz nach mehr als 4 Stunden hoch zufrieden sein. In den darauffolgenden Tagen gab es noch umfangreichen Reinigungsarbeiten um die Motorräder auf die nächste Veranstaltung in Baden-Baden am 27. September vorzubereiten. Auch dort wird der ADAC Pirelli-ENDURO-CUP 2008 mit seinem 6. Lauf ausgetragen. Glückwünsche der Clubkameraden zu diesem Ergebnis und viel Erfolg am 27.09.

Hofis Stoppelcross

Im Prinzip eine einfache Idee: Man nehme einen Stoppelacker und kurz bevor dieser gepflügt werden soll, markiere man eine Cross-Strecke darauf. Verzichte auf große Sprunghügel und allen anderen Schnick-Schnack. Dann mache eine ordentliche Werbung und verlange ein geringes Startgeld. Mit dieser Idee hatte Thomas Hofmeister aus Rottenburg am Neckar letztlich einen tollen Erfolg. In der Nähe des Ortes Neuenstetten konnte er auf zwei Feldern einen tollen Parcour bereitstellen. Insgesamt hatten sich 133 Einzelfahrer und Teams aus dem Enduro- und Cross-Sport am Wochenende des 16. Und 17. Augusts zu dieser neuen Veranstaltung eingefunden. Steven und Björn Jatz vom AMC Kurpfalz wollten sich diese Gaudi natürlich nicht entgehen lassen. Schon frühzeitig hatten sie sich als Team gemeldet. Leider hatte Steven beim Training davorliegenden Mittwoch großes Pech mit seinem Hinterrrad und konnte deshalb nicht an den Start gehen. Björn hatte zwar ein defektes Radlager am Mittwoch in Kauf nehmen müssen, aber das ließ sich bis zum Freitag reparieren, so dass einem Start als Einzelfahrer nichts im Wege stand. Eigentlich waren die Wetterprogrnosen recht optimistisch. Doch leider hatte eine feuchte Nacht und dichte Hochnebel die Strecke recht feucht werden lassen. Der erste Start war für 11:00 Uhr festgesetzt. Tatsächlich ging es auch pünktlich mit einem Cross-Start für die erste Enduro-Gruppe von fast 40 Fahrern los. Doch die erste Runde erwies sich als der absolute Horror. Feuchte Erde und Getreidehalme verklebten Vorder- und Hinterrad zu große, glatte Klumpen. Björn brauchte für die erste Runde so ungefähr 14 Minuten. Zum Vergleich: In der Runde 21 waren es nur 3 Minuten und 58 Sekunden. Nach 3 Stunden körperlicher Höchstleistung war das Rennen dann beendet. Björn konnte am Ende mit seinem 6. Platz unter den 8 Fahrern in seiner Klasse hoch zufrieden sein.

Enduro-X Cup in Künzelsau

Der 3. Lauf beim Deutschen Enduro-X Cup wurde am 26. Juli vom AMC Künzelsau ausgerichtet. Am Fuße der malerischen Burg Stetten liegt die Autocross – Strecke „Stettenring“, wo mehrmals im Jahr tolle Rennen stattfinden.

 Doch der AMC Künzelsau hat auch eine Vorliebe für den Enduro-Sport. Bereits im April war rings um den Stettenring eine Enduro-Trainingsveranstaltung. Für den 26. Juli wurde ein Enduro-Pacour mit ca. 4 km Streckenlänge vom Veranstalter abgesteckt und teilweise regelrecht aufgebaut. Einerseits waren es die flüssigen und schnellen Passagen, die für die Zuschauer spannenden Motorsport präsentierten. Andererseits gab es auch die technisch anspruchsvollen Ecken mit steilen Auf- und Abfahrten, sowie kurvenreichen schmalen Walddurchfahrten.

Unter den 152 Teams und Einzelfahrern, die zu dieser Veranstaltung genannt hatten, waren auch Steven und Björn Jatz vom AMC Kurpfalz e.V. Sandhausen. Da es wirklich sinnvoll ist die Strecke vor dem Rennen zu besichtigen, hatte das Team sich bereits am Freitag auf den Weg nach Künzelsau gemacht. Diesesmal begleitet von Björns Frau Sandra und dem begeisterten Motorsport-Fan Timo Rößler.

 Vater und Boxenhelfer Günter Jatz folgte erst am Samstag. Die „lockere“ Streckenbesichtigung am Freitag wurde dann in einem 2 Stunden – Marsch absolviert. Mit herrlichem Sommerwetter und absolut trocken präsentierte sich der Renntag am Samstag. Allerdings waren bereits um 9:00 Uhr zum Zeitpunkt des Starts die Temperaturen nahe der 30 Grad-Grenze. Für die Teilnehmer und Betreuer wiedereinmal eine wahre Hitzeschlacht. Wohl dem, der einen Sonnenschirm oder gar ein Zelt und ausreichend Getränke im Fahrerlager zur Verfügung hatte. Kurz nach 9:00 Uhr erklang das Startsignal für die erste Gruppe. Steven und Björn mit der Startnummer 508 waren in der 4. Startgruppe. Da der Start im mittleren Teil der Strecke erfolgte, war die erste Runde ca 4 Minuten länger. Steven übernahm den Start und die erste Runde für das Team. Dann folgte Björn mit seiner ersten Rennrunde, für die er ca. 10 Minuten und 40 Sekunden benötigte. Dichte Staubwolken auf der Strecke erforderten ständig höchste Konzentration. Außerdem veränderte sich die Fahrspur von Runde zu Runde. Was bei einem derart großem Starterfeld nicht verwunderlich ist. Den Teilnehmern war in der Boxengasse, bei den kurzen Verschnaufpausen die Anstrengung deutlich anzusehen. In der 7. Runde wurde Björn in einer Auffahrt abgedrängt, dadurch war der Schwung weg. Also mußte er wieder zurück und erneut ansetzen. Wertvolle 10 Minuten waren da verloren. Die KTM 620SC wiegt immerhin ca. 125 kg. Klar, dass man eine solche Maschine nicht mehr den Berg hochschiebt. Pünktlich um 12:00 Uhr senkte sich leider die Zielflagge. Schade, denn es wäre fast noch eine Runde für das Jazz Racing-Team vom AMC Kurpfalz drin gewesen. Nach diesem 3. Lauf liegt unser Team auf dem 11. Platz in ihrer Klasse. Unter den 135 eingeschriebenen Teams ist man mittlerweile auf einem 77. Platz. Für die erste Saison, als absolute Neueinsteiger, ein beachtlicher Erfolg. Einen herzlichen Glückwunsch von den Clubkameraden des AMC Kurpfalz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Enduro-X Cup 2. Lauf

Nachdem Björn Jatz die erste Veranstaltung alleine überstehen mußte, war Steven Jatz zur zweiten Veranstaltung in Niederwürzbach am 21. Juni wieder fit. Unter den insgesamt 69 Teilnehmern beim Enduro-CUP sind auch Björn und Steven Jatz als „Jazz Racing Team /amc kurpfalz“ eingeschrieben. Niederwürzbach war in den 80ern Austragungsort eines Motocross WM Laufes. Danach stand den Fahrern eine super Infrastruktur zur Verfügung. Ein riesiges Fahrerlager und schönes Clubheim mit Sanitäranlagen inklusive Duschen waren vorhanden. Die EnduroX Runde setzt sich aus einer traumhaften Motocross Strecke mit zahlreichen Auf- und Abfahrten, schönen Anliegern, Tables und typischen Enduro Passagen mit Single Trails durch die kleinen Wälder mitten in der Crosspiste zusammen. Für Abwechslung war gesorgt und die ausgewogene Mischung aus Enduro und Cross begeisterte alle Fahrer.

 Pünktlich um 9:00 Uhr senkte sich die Startflagge zum ersten Rennen über 3 Stunden an diesem Tage. Björn und Steven mit der Team-Startnummer 508 waren in der 5. Klasse – Einsteiger – Teamwertung nach ca. 7 Minuten ebenfalls auf der Strecke. Die erste Runde wurde von Steven gefahren, dann ging es im entsprechenden Wechsel weiter, so dass immer nur ein Fahrer des Teams auf der Strecke war. Für Steven war dies die erste richtige Veranstaltung mit allen Herausforderungen an Mensch und Maschine. Nach seiner Verletzung war dieses Rennen eher als Versuch der Eingliederung zu verstehen. Mut fassen und testen wo die Grenzen liegen, so ungefähr könnte man seine Einstellung beschreiben. Björn dagegen hatte sich vorgenommen seine Rundenzahlen und Rundenzeiten gegenüber Schweyen deutlich zu verbessern.

 

 

Nach 3 Stunden Rennzeit konnte sich die Boxencrew mit Günter, Sandra und Leonie wirklich freuen. Steven hatte einige gute Runden hinlegen können und Björn konnte sich tatsächlich steigern. Die Platzierung war dann realtiv unwichtig. Viel schöner war es beide mit dem Blick in den Augen zu sehen: „Vorwärts – Aufwärts“. Bei der nächsten Veranstaltung, am 26. Juli in Künzelsau dürfen wir dann einiges von den beiden erhoffen.

Faszination Enduro-Sport

                                                         

Steven und Björn Jatz sind wohl etwas motorsportlich vorbelastet. Allerdings haben beide die Liebe zu den 2 Rädern gefunden. So wundert es nicht, wenn man 2 KTM 625ccm auf einem Hänger durch Sandhausen fahren sieht. Beide wollen 2008 als Team im Enduro-X-Cup mitfahren.

Die erste Veranstaltung war nun am 3. Mai im französischem Schweyen, in der Nähe vonn Zweibrücken. Mit rund 80 Fahrern war die Veran-staltung recht gut besucht. Björn mußte nun ver- suchen als Einzelfahrer die Teamwertung für seinen Bruder mit zu holen. 3 Wünsche nahm er beim Start um 9:05 mit auf die Strecke: 1. Nicht runterfallen, 2. Ankommen und 3. nicht Letzter werden. Alle 3 Wünsche gingen in Erfüllung. Obwohl die rund 5 km lange Strecke doch recht kräfteraubend war, konnte Björn die 3 Stunden Fahrzeit durchstehen. Seine Worte nach der Zieldurchfahrt: „Ich denke wir müssen sehr hart trainieren, wenn wir weiter nach vorne kommen wollen“.

 

Dann hoffen und wünschen wir mal dem jungen Team für die nächste Veranstaltung am 21. Juni in Niederwürzbach viel Kondition und Erfolg.